Wie wählt man die richtige Größe des Futtermischwagens für die Anzahl der Kühe?
Die richtige Größe des Futtermischwagens hat einen großen Einfluss auf die Qualität der vorbereiteten TMR-Ration und die tägliche Arbeitsorganisation auf dem Betrieb. Ein zu kleiner Futtermischwagen erfordert zusätzliche Mischungen, während eine zu große Maschine kleinere Futtermengen möglicherweise nicht richtig mischt.
Wie lässt sich also die passende Größe des Futtermischwagens anhand der Anzahl der Kühe bestimmen? Für kleinere Betriebe kann folgende einfache Faustregel verwendet werden:
Für jeweils etwa fünf Milchkühe sollte rund 1 m³ Nennvolumen des Futtermischwagens eingeplant werden.
Dieser Wert dient zur Orientierung und setzt voraus, dass die gesamte tägliche Futterration in einer Mischung vorbereitet wird. Das tatsächliche Volumen der TMR-Ration hängt von ihrer Zusammensetzung, ihrem Feuchtigkeitsgehalt und dem Anteil an Grundfutter ab.
Welche Größe des Futtermischwagens passt zu Ihrem Bestand?
Die folgende Tabelle ermöglicht eine schnelle Einschätzung der benötigten Größe eines Futtermischwagens für einen Milchviehbetrieb.
| Anzahl der Milchkühe | Empfohlenes Volumen des Futtermischwagens |
|---|---|
| 20 Kühe | ca. 5 m³ |
| 25 Kühe | 5–6 m³ |
| 30 Kühe | 6–7 m³ |
| 35 Kühe | 7–8 m³ |
| 40 Kühe | 8–9 m³ |
| 45 Kühe | 9–10 m³ |
| 50 Kühe | 10–12 m³ |
| 60 Kühe | 12–14 m³ |
Diese Werte setzen voraus, dass die gesamte tägliche TMR-Ration in einer Mischung vorbereitet wird und im Behälter ausreichend freier Raum für eine ordnungsgemäße Durchmischung bleibt.
Die Tabelle sollte als Hilfe für eine erste Auswahl betrachtet werden. Die endgültige Entscheidung hängt außerdem von der Art der Ration, der Größe der verwendeten Ballen, den technischen Daten des Traktors und den Bedingungen in den Stallgebäuden ab.
Welche Größe des Futtermischwagens für 30 Kühe?
Für einen Bestand von etwa 30 Milchkühen ist in der Regel ein Futtermischwagen mit einem Volumen von 6–7 m³ geeignet.
Auf Betrieben mit kleineren Gebäuden kann der kompakte Einschnecken-Futtermischwagen FIDER-i MINI eine gute Wahl sein. Seine geringen Abmessungen erleichtern das Manövrieren auf engen Hofflächen sowie die Durchfahrt durch niedrige oder schmale Tore.
Vor der Wahl des konkreten Volumens sollte auch die Größe der verwendeten Ballen berücksichtigt werden. Der Futtermischwagen muss ausreichend Platz bieten, damit die Ballen zerkleinert und mit den übrigen Bestandteilen der Ration vermischt werden können.
Welche Größe des Futtermischwagens für 40 Kühe?
Für etwa 40 Milchkühe empfiehlt sich ein Futtermischwagen mit einem Volumen von 8–9 m³.
In diesem Bereich eignen sich die Einschnecken-Futtermischwagen FIDER-i EKO und FIDER-i. Mit ihnen kann die tägliche Futterration in einer Mischung vorbereitet werden, ohne dass eine deutlich größere Zweischneckenmaschine erforderlich ist.
Bei der Wahl des konkreten Modells sollte auch die geplante Entwicklung des Betriebs berücksichtigt werden. Wenn der Tierbestand in naher Zukunft wachsen soll, ist eine angemessene Volumenreserve sinnvoll.
Welche Größe des Futtermischwagens für 50 Kühe?
Für einen Bestand von etwa 50 Milchkühen liegt das empfohlene Volumen des Futtermischwagens normalerweise bei 10–12 m³.
Auch für einen Betrieb dieser Größe kann ein wendiger Einschnecken-Futtermischwagen ausreichend sein. Im Sortiment von ZAMET eignen sich dafür Modelle der Baureihen FIDER-i EKO und FIDER-i.
Die Wahl zwischen 10, 11 und 12 m³ sollte hauptsächlich von folgenden Faktoren abhängen:
- der tatsächlich vorbereiteten Futtermenge,
- dem Anteil von Stroh, Heu und Grassilage,
- der Größe der verwendeten Ballen,
- einer geplanten Vergrößerung des Tierbestands,
- der Leistung des vorhandenen Traktors,
- der Höhe und Breite der Stalleinfahrt.
Wenn die Ration leicht und voluminös ist oder der Betrieb seinen Tierbestand vergrößern möchte, kann die größere Ausführung die sicherere Wahl sein.
Warum sollte der Futtermischwagen nicht „auf Kante“ gewählt werden?
Das Nennvolumen des Futtermischwagens bedeutet nicht, dass der Behälter bis zum oberen Rand gefüllt werden sollte. Das Futter benötigt ausreichend freien Raum, damit es sich im Mischbehälter richtig bewegen kann.
Eine Überfüllung des Futtermischwagens kann folgende Probleme verursachen:
- Futter fällt über den Behälterrand,
- die Bestandteile werden ungleichmäßig vermischt,
- die Zubereitung der Ration dauert länger,
- Traktor und Antriebssystem werden stärker belastet,
- langes und faserreiches Material lässt sich schwieriger zerkleinern.
Deshalb sollte das Nennvolumen des Futtermischwagens etwas größer sein als das tatsächliche Volumen der vorbereiteten Futterration.
Man sollte jedoch auch nicht ins andere Extrem gehen. Eine sehr kleine Futtermenge kann in einem überdimensionierten Behälter ebenfalls nicht richtig gemischt werden. Die Maschine sollte sowohl an den aktuellen Tierbestand als auch an die realistischen Entwicklungspläne des Betriebs angepasst werden.
Eine große oder zwei kleinere Mischungen?
Die zuvor genannten Größen setzen voraus, dass die gesamte tägliche Ration in einer Mischung vorbereitet wird. Dadurch lassen sich die Anzahl der Fahrten, die Arbeitszeit und der Kraftstoffverbrauch reduzieren.
Alternativ kann ein kleinerer Futtermischwagen gewählt und die Ration in zwei Mischungen vorbereitet werden. Ein Betrieb mit 60 Kühen könnte beispielsweise eine kleinere Maschine verwenden, wenn die tägliche Futtermenge in zwei Teile aufgeteilt wird.
Das bedeutet jedoch:
- zweimaliges Beladen mit den einzelnen Komponenten,
- zwei Mischzyklen,
- mehr Arbeitszeit im Traktor,
- einen höheren Kraftstoffverbrauch,
- einen höheren Verschleiß von Traktor und Futtermischwagen.
Für kleinere Betriebe ist es in der Regel praktischer, einen Futtermischwagen zu wählen, der die gesamte tägliche Futterration in einer Mischung vorbereiten kann.
Wie wählt man einen Futtermischwagen für Mastvieh?
Mastvieh nimmt im Allgemeinen weniger Frischmasse auf als eine leistungsstarke Milchkuh. Daher kann bei gleicher Anzahl an Tieren meistens ein kleinerer Futtermischwagen eingesetzt werden.
Folgende Werte können als Orientierung dienen:
| Anzahl der Masttiere | Empfohlenes Volumen des Futtermischwagens |
|---|---|
| 30–40 Tiere | ca. 5 m³ |
| 50 Tiere | ca. 6 m³ |
| 60 Tiere | ca. 7 m³ |
| 80 Tiere | 9–10 m³ |
| 100 Tiere | 11–12 m³ |
| 120 Tiere | ca. 14 m³ |
Bei Mastvieh können die Unterschiede zwischen einzelnen Betrieben besonders groß sein. Jüngere und leichtere Tiere nehmen weniger Futter auf als Tiere in der Endmast. Die Tabelle sollte daher als Ausgangspunkt und nicht als feste Regel betrachtet werden.
Was ist bei einem gemischten Tierbestand zu beachten?
Wenn Milchkühe und Mastvieh dieselbe TMR-Ration erhalten, muss der Bedarf beider Gruppen berücksichtigt werden. Die Angabe der gesamten Tierzahl reicht nicht aus, da eine Milchkuh im Durchschnitt mehr Futter aufnimmt als ein Masttier.
Die Anzahl der Milchkühe und Masttiere sollte daher bei der Einschätzung des benötigten Volumens getrennt berücksichtigt werden.
Wenn die verschiedenen Tiergruppen unterschiedliche Rationen erhalten, sollte jede Mischung einzeln betrachtet werden. Das Volumen des Futtermischwagens wird dann hauptsächlich nach der größten vorbereiteten Futtermenge ausgewählt.
Einschnecken- oder Zweischnecken-Futtermischwagen?
Für Betriebe mit bis zu etwa 50 Kühen ist ein Einschnecken-Futtermischwagen normalerweise ausreichend. Diese Konstruktion ist kürzer, wendiger und lässt sich leichter in kleineren Stallgebäuden einsetzen.
Das ZAMET-Sortiment umfasst drei Einschnecken-Baureihen:
- FIDER-i MINI 5–7 m³ – für kleinere Betriebe und Gebäude mit begrenztem Platzangebot,
- FIDER-i EKO 7–12 m³ – eine wirtschaftliche Baureihe von Einschnecken-Futtermischwagen,
- FIDER-i 7–12 m³ – eine verstärkte Konstruktion mit umfangreicherer Serienausstattung.
Bei einem Tierbestand von annähernd 60 Kühen, besonders voluminösen TMR-Rationen oder einer geplanten Vergrößerung des Betriebs kann sich ein Zweischnecken-Futtermischwagen lohnen:
- FIDER-i 2S EKO 12–14 m³,
- FIDER-i 2S 14–20 m³.
Mit zwei Mischschnecken können größere Futtermengen vorbereitet werden. Die Maschine ist allerdings auch länger. Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob sie sich auf dem Hof und in den Gebäuden frei bewegen kann.
Was sollte vor der Wahl eines Futtermischwagens noch geprüft werden?
Die Anzahl der Tiere und das benötigte Volumen sind lediglich der Ausgangspunkt. Vor der Wahl eines konkreten Modells sollten auch die Einsatzbedingungen berücksichtigt werden.
Traktorleistung
Ein größerer Futtermischwagen und eine schwerere Futtermenge erfordern ausreichend Traktorleistung. Das ist besonders beim Zerkleinern ganzer Ballen sowie bei der Verarbeitung von langem, trockenem und faserreichem Material wichtig.
Abmessungen des Stalls
Vor dem Kauf sollten Höhe und Breite sämtlicher Tore, Futtergänge und Durchfahrten gemessen werden. In älteren oder niedrigen Gebäuden ist ein kompakter Futtermischwagen mit kleinerem Behälterdurchmesser häufig die bessere Wahl.
Art der Ration
Eine feuchte TMR-Ration mit einem hohen Anteil an Maissilage benötigt ein anderes Volumen als eine leichte Mischung mit viel Grassilage oder Stroh. Zwei Betriebe mit derselben Anzahl an Kühen benötigen daher nicht immer dieselbe Größe des Futtermischwagens.
Ballengröße
Große Ballen benötigen ausreichend Platz, damit die Mischschnecke sie effizient zerkleinern kann. In einem kleinen und stark gefüllten Behälter kann dieser Vorgang länger dauern.
Futteraustrag
Die Art der Austragsöffnung oder des Förderbands sollte an die Gestaltung des Futtergangs angepasst werden. Mit dem richtig gewählten Austragssystem kann die TMR-Ration gleichmäßig auf einer oder auf beiden Seiten der Maschine verteilt werden.
Wie wählt man die richtige Größe des Futtermischwagens? Zusammenfassung
Für kleinere und mittlere Betriebe kann als praktische Faustregel etwa 1 m³ Nennvolumen des Futtermischwagens für jeweils fünf Milchkühe eingeplant werden.
In der Praxis bedeutet das:
- für etwa 30 Kühe ist meistens ein Futtermischwagen mit 6–7 m³ geeignet,
- für etwa 40 Kühe empfiehlt sich ein Modell mit 8–9 m³,
- für etwa 50 Kühe ist in der Regel ein Futtermischwagen mit 10–12 m³ passend,
- für etwa 60 Kühe kann ein Modell mit 12–14 m³ erforderlich sein.
Diese Werte dienen zur Orientierung. Die endgültige Auswahl hängt von der Art der TMR-Ration, der Anzahl der vorbereiteten Mischungen, der Ballengröße, der Traktorleistung und den Abmessungen des Stalls ab.
ZAMET produziert Futtermischwagen mit einem Volumen von 5 bis 20 m³. Unser Sortiment umfasst Einschnecken- und Zweischneckenmodelle, die sowohl an kleinere Betriebe als auch an wachsende Tierbestände angepasst werden können.
Sie sind nicht sicher, welches Modell das richtige ist? Kontaktieren Sie uns. Anhand der Anzahl der Tiere, der Art des Futters und der Bedingungen auf Ihrem Betrieb helfen wir Ihnen, die passende Größe und Ausstattung des Futtermischwagens auszuwählen.



