Futtermischwagen für niedrige Ställe – nach Maß

Ein Futtermischwagen für niedrige Ställe sollte für die Abmessungen des jeweiligen Gebäudes konstruiert und nicht lediglich gegenüber einem Standardmodell abgesenkt werden. Eine begrenzte Einfahrtshöhe, ein schmaler Futtergang oder ein ungewöhnlich angeordneter Futtertisch erfordern eine Anpassung der gesamten Maschine – einschließlich Behälter, Mischschnecke, Achse, Bereifung und Austragssystem.

Bei ZAMET fertigen wir maßgeschneiderte, niedrige Einschnecken- und Zweischnecken-Futtermischwagen. Wir können Höhe, Breite, Volumen, Achsposition und Anordnung der Austragsöffnungen anpassen. Dadurch lässt sich die Maschine sowohl an die baulichen Einschränkungen eines bestehenden Stalls als auch an das TMR- und Fütterungssystem des Betriebs anpassen.

Maßgefertigter Futtermischwagen für niedrige Ställe

In älteren oder modernisierten Ställen ist ein serienmäßiger Futtermischwagen häufig zu hoch oder zu breit. Dabei ist nicht immer nur das Einfahrtstor das Problem. Auch tragende Balken, unter der Decke verlaufende Installationen, schmale Durchfahrten oder begrenzte Rangierflächen können die zulässigen Maschinenabmessungen einschränken.

Vor Produktionsbeginn analysieren wir deshalb die Bedingungen, unter denen der Futtermischwagen eingesetzt werden soll, und erstellen eine Konstruktion, die an den jeweiligen Betrieb angepasst ist. Je nach Anforderungen können wir folgende Elemente verändern:

  • Höhe und Breite des Behälters,
  • Proportionen und Gesamtlänge der Maschine,
  • Position der Achse,
  • Art und Größe der Bereifung,
  • Position, Anzahl und Abmessungen der Austragsöffnungen,
  • Höhe des Futteraustrags,
  • Position der Anhängung,
  • Konfiguration der Mischschnecke und Schneidkomponenten.

Die Änderung eines einzelnen Parameters wirkt sich auf weitere Bauteile der Maschine aus. Deshalb muss ein niedriger Futtermischwagen als vollständige Konstruktion geplant werden, die trotz reduzierter Höhe das erforderliche Volumen, die notwendige Stabilität und eine hohe Mischleistung beibehält.

Wie lässt sich ein Futtermischwagen absenken, ohne das erforderliche Volumen zu verlieren?

Die Verringerung der Behälterhöhe ist die naheliegendste Möglichkeit, einen niedrigeren Futtermischwagen zu bauen. Sie ist jedoch nicht immer ausreichend – insbesondere dann, wenn der Betrieb eine Maschine mit größerem Volumen benötigt.

In einem solchen Fall können die Proportionen des Behälters verändert werden. Statt die Maschine höher zu bauen, kann der Behälter breiter oder länger ausgeführt werden. Bei der Konstruktion müssen gleichzeitig die Breite des Futtergangs, die vorhandene Rangierfläche und die Abmessungen des Traktors berücksichtigt werden.

Für die Absenkung der gesamten Maschine können außerdem folgende Änderungen erforderlich sein:

  • Auswahl einer geeigneten Bereifung,
  • Veränderung der Achsposition,
  • Verwendung eines abgesenkten Rahmens,
  • Verlegung der Achse hinter den Behälter,
  • individuelle Konstruktion des Mischsystems.

Wir montieren daher nicht einfach kleinere Räder an einem serienmäßigen Modell. Behälter, Rahmen, Fahrwerk und Mischschnecke werden gemeinsam konstruiert, damit die Maschine ihre volle Funktionalität behält.

Niedrige Einfahrt und größerer Futtermischwagen – welche Lösung gibt es?

Ein niedriger Stall bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein kleiner Futtermischwagen gewählt werden muss. ZAMET produziert sowohl niedrige Einschnecken-Futtermischwagen als auch niedrige Zweischnecken-Futtermischwagen.

Wenn ein größeres Volumen erforderlich ist, kann der Behälter verlängert und mit zwei Mischschnecken ausgestattet werden, anstatt seine Höhe zu vergrößern. Unsere Zweischnecken-Futtermischwagen sind bereits ab einem Volumen von 12 m³ erhältlich. Dadurch kann eine niedrige Gesamthöhe mit der Leistung kombiniert werden, die in einem größeren Betrieb benötigt wird.

Ein Zweischneckenmodell kann für eine begrenzte Einfahrtshöhe, eine festgelegte Breite des Futtergangs und die gewünschte Austragsart konstruiert werden. Dies ist besonders wichtig, wenn ein serienmäßiger, höherer Behälter nicht in das Gebäude passt, eine geringere Kapazität jedoch mehrere zusätzliche TMR-Mischungen pro Tag erforderlich machen würde.

Bedingungen im BetriebMögliche Lösung
Niedrige Einfahrt und geringerer TMR-BedarfMaßgefertigter, niedriger Einschnecken-Futtermischwagen
Niedrige Einfahrt und höherer KapazitätsbedarfNiedriger Zweischnecken-Futtermischwagen ab 12 m³
Begrenzte Höhe bei vorgegebenem VolumenVerlängerung oder Verbreiterung des Behälters statt Erhöhung
Schmaler FuttergangIndividuelle Anpassung der Maschinenbreite
Begrenzter Platz unter dem BehälterAbsenkung der Achse oder Verlegung hinter den Behälter
Ungewöhnliche Anordnung des FuttertischesIndividuelle Position und Abmessungen der Austragsöffnungen

Nach hinten verlegte Achse und hintere Austragsöffnungen

Eine Veränderung der Achsposition ist eine der Möglichkeiten, die Gesamthöhe eines Futtermischwagens zu reduzieren. Die Achse kann abgesenkt oder hinter den Behälter verlegt werden. Dadurch entsteht mehr Platz unter der Konstruktion und die Maschine kann insgesamt niedriger gebaut werden.

Die Verlegung der Achse hinter den Behälter bedeutet nicht zwangsläufig, dass auf hintere Austragsöffnungen verzichtet werden muss. Die Position von Rahmen, Achse und Öffnungsmechanismen wird bereits bei der Konstruktion berücksichtigt. Auf diese Weise kann eine niedrige Bauweise weiterhin mit Austragsöffnungen im hinteren Bereich des Behälters kombiniert werden.

Bei jedem Projekt müssen jedoch die Gewichtsverteilung, die Stützlast am Traktor, die Stabilität der Maschine und der Platz zum sicheren Öffnen der Austragsöffnungen überprüft werden.

Austragsöffnungen passend zur Stallaufteilung

Das Austragssystem sollte an die Arbeitsorganisation im jeweiligen Gebäude angepasst sein. Deshalb können wir die Austragsöffnungen in einem breiten Rahmen individuell gestalten – unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten und der Konstruktionssicherheit.

Folgende Elemente können angepasst werden:

  • Anzahl der Austragsöffnungen,
  • Austrag auf der rechten oder linken Seite,
  • Anordnung der Öffnungen vorne, hinten oder seitlich am Behälter,
  • Breite und Höhe der Öffnungen,
  • Höhe des Futteraustrags,
  • Verwendung einer Austragsrutsche oder eines Förderbandes.

Dadurch kann der Futtermischwagen an die Position des Futtertisches, der Futtertröge, Absperrungen und die Fahrtrichtung im Stall angepasst werden. Die Maschine ist somit nicht auf eine serienmäßige Konfiguration beschränkt, sondern wird zu einem Bestandteil des bereits vorhandenen Fütterungssystems.

Ein niedriger Futtermischwagen muss TMR weiterhin effektiv mischen

Die Verringerung der Behälterhöhe erfordert auch eine entsprechende Anpassung der Mischschnecke. Ihre Form, Höhe und der Abstand zu den Behälterwänden beeinflussen die Zirkulation des Futters und die Gleichmäßigkeit der Mischung.

Eine zu niedrige oder nicht korrekt an den Behälter angepasste Mischschnecke kann die Bewegung der Bestandteile innerhalb der Maschine einschränken. Ein zu großer Abstand zwischen Schnecke und Behälterwand kann wiederum dazu führen, dass sich Futter ansammelt und der Mischwagen nicht vollständig entleert wird.

Bei einem maßgefertigten Futtermischwagen passen wir daher nicht nur den Behälter, sondern das gesamte Mischsystem an. Ziel ist es, trotz der nicht standardmäßigen Abmessungen eine effektive Zerkleinerung und gleichmäßige Vermischung der TMR-Ration zu gewährleisten.

Ausstattung passend zum Fütterungssystem

Die Abmessungen des Stalls sind nur einer der Faktoren, die bei der Auswahl der richtigen Maschinenkonfiguration berücksichtigt werden müssen. Ebenso wichtig ist die Art des im Betrieb verwendeten Futters.

Enthält die Ration einen hohen Anteil an Grassilage, insbesondere in Ballenform, sollten geeignete Schneidmesser und Sternmesser eingesetzt werden. Diese Komponenten unterstützen das Auflockern und Zerkleinern von langfaserigem Material und erleichtern die Herstellung einer gleichmäßigen Ration.

Abhängig von der Zusammensetzung der TMR-Ration und der Nutzungsintensität kann der Futtermischwagen unter anderem mit folgenden Komponenten ausgestattet werden:

  • Standardmesser oder verstärkte Messer an der Mischschnecke,
  • Sternmesser,
  • Gegenschneiden zur Unterstützung des Zerkleinerungsprozesses,
  • Zweiganggetriebe,
  • Wiegesystem,
  • zusätzlicher Austragsarm,
  • Magnet zum Auffangen von Metallteilen vor dem Futteraustrag.

Eine richtig ausgewählte Ausstattung reduziert die Belastung des Mischsystems und ermöglicht eine bessere Anpassung der Maschine an die tatsächlichen Arbeitsbedingungen.

Konstruktion aus S355J2+N-Stahl

ZAMET Futtermischwagen werden aus hochfestem S355J2+N-Konstruktionsstahl gefertigt. Dieser Werkstoff ermöglicht den Bau langlebiger Maschinen, die den Belastungen beim Beladen, Mischen und Transportieren schwerer TMR-Rationen standhalten.

Dies ist besonders bei maßgefertigten Maschinen von Bedeutung. Veränderungen an Breite, Höhe, Länge oder Achsposition erfordern eine entsprechend konstruierte Rahmen- und Behälterstruktur, damit die notwendige Steifigkeit und eine korrekte Lastverteilung erhalten bleiben.

Verstärkung der Mischschnecke mit Edelstahl

Die Außenkante der Mischschnecke gehört zu den Bereichen, die am stärksten abrasivem Verschleiß ausgesetzt sind. Der ständige Kontakt mit dem Futter führt zu einer allmählichen Verringerung der Materialstärke. Bei intensiv genutzten Futtermischwagen kann eine zusätzliche Verstärkung daher die Lebensdauer der Schnecke erheblich verlängern.

Wir bieten eine Verstärkung der äußeren Schneckenkante mit einer Verschleißleiste aus Edelstahl an. Zusätzlich können Edelstahlauflagen in den Bereichen montiert werden, die besonders starkem Abrieb ausgesetzt sind.

Die Verstärkung wird gezielt dort angebracht, wo die Mischschnecke am schnellsten verschleißt. Dadurch steigt ihre Abriebfestigkeit, ohne das Gewicht des gesamten Bauteils unnötig zu erhöhen. Die Schnecke kann ihre ursprüngliche Form und Mischleistung somit über einen längeren Zeitraum beibehalten.

Welche Informationen werden für die Konstruktion benötigt?

Für die Planung eines Futtermischwagens für einen niedrigen Stall benötigen wir vor allem folgende Angaben:

  • gewünschtes Volumen des Futtermischwagens,
  • Höhe und Breite der Einfahrt,
  • niedrigste verfügbare Durchfahrtshöhe innerhalb des Gebäudes,
  • Breite des Futtergangs,
  • Höhe des Futtertisches oder Futtertrogs,
  • gewünschte Position und Seite des Futteraustrags,
  • Anzahl der zu fütternden Tiere,
  • Informationen zu den Bestandteilen der TMR-Ration,
  • Modell und Leistung des Traktors,
  • Fotos und eine einfache Skizze des Stalls.

Auf Grundlage dieser Angaben können wir einen Einschnecken- oder Zweischnecken-Futtermischwagen empfehlen und die möglichen Abmessungen, die Achsposition sowie die Konfiguration des Austragssystems bestimmen.

Bestellen Sie einen Futtermischwagen passend zu Ihrem Stall

Eine niedrige Einfahrt, ein schmaler Futtergang oder eine ungewöhnliche Anordnung des Futtertisches müssen nicht bedeuten, dass auf das benötigte Volumen oder einen komfortablen Futteraustrag verzichtet werden muss. Wir produzieren Futtermischwagen für niedrige Ställe als Ein- und Zweischneckenmodelle, die an die Abmessungen des jeweiligen Gebäudes angepasst werden.

Unsere niedrigen Zweischnecken-Futtermischwagen sind bereits ab einem Volumen von 12 m³ erhältlich. Wir können die Höhe und Breite des Behälters, die Achsposition, die Anordnung der Austragsöffnungen sowie die Ausstattung der Mischschnecke an die im Betrieb eingesetzten Futtermittel anpassen.

Senden Sie uns die Abmessungen Ihres Stalls sowie Informationen zu Ihrem Tierbestand und Fütterungssystem. Auf dieser Grundlage erstellen wir einen Vorschlag für einen Futtermischwagen, der individuell an Ihren Betrieb angepasst ist.

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