Futtermischwagen mit Magnet am Austragsarm – Vorteile und wann er sinnvoll ist
Metallische Fremdkörper im Futter kommen häufiger vor, als viele Landwirte vermuten. Ein Stück Ballendraht, eine Klammer, eine Schraube, ein Kettenfragment oder Metallspäne von Maschinen können in die TMR gelangen und unbemerkt bleiben, bis das Futter an die Tiere verfüttert wird.
Deshalb entscheiden sich immer mehr Betriebe für einen Futtermischwagen mit Magnet am Austragsarm. Diese einfache Lösung wirkt wie eine letzte Sicherheitsstufe und entfernt metallische Fremdkörper unmittelbar vor der Futtervorlage.
Wie gelangen Metallteile in die TMR?
Die häufigsten Ursachen für Metallverunreinigungen im Futter sind:
- Ballendraht oder Netzreste, insbesondere beim schnellen Öffnen von Rund- oder Quaderballen,
- Klammern, Nägel und Schrauben von Paletten, Kisten oder Zäunen,
- Verschleißteile von Maschinen wie Federn, Schrauben, Schellen oder Kettenstücke,
- Metallspäne, die bei Reparaturen oder Wartungsarbeiten entstehen,
- kleine Metallteile auf dem Betriebsgelände, die in Silage oder Futter geraten.
Das größte Problem besteht darin, dass Metallteile in einer gut gemischten TMR praktisch unsichtbar sind.
Was ist ein Magnet am Austragsarm?
Ein Magnet am Austragsarm ist ein Magnetabscheider, der im Bereich des Futteraustrags montiert wird. Je nach Bauart des Futtermischwagens befindet er sich direkt am Austragsarm oder an einem Bauteil, das das Futter auf den Futtertisch leitet.
ZAMET Futtermischwagen mit Magnet am Austragsarm.
Wie funktioniert der Magnet?
Das Prinzip ist einfach:
- Das Futter wird im Mischbehälter gründlich gemischt.
- Beim Austragen passiert die TMR den Wirkungsbereich des Magneten.
- Metallteile aus Eisen oder Stahl werden angezogen und bleiben am Magneten haften, anstatt in den Futtertisch zu gelangen.
Der Magnet bildet somit die letzte Kontrollstufe vor der Fütterung.
Warum lohnt sich ein Magnet am Futtermischwagen?
1. Geringeres Risiko, dass Tiere Metall verschlucken
Der größte Vorteil besteht darin, das Risiko zu reduzieren, dass Draht, Nägel oder Schrauben in den Verdauungstrakt der Tiere gelangen. Dies ist eine einfache vorbeugende Maßnahme, die gesundheitliche Probleme durch Fremdkörper deutlich verringern kann.
2. Zusätzliche Kontrolle der TMR-Qualität
Der Magnet dient als letzte Qualitätskontrolle unmittelbar vor der Futtervorlage. Besonders sinnvoll ist dies auf Betrieben, die Futtermittel aus verschiedenen Quellen einsetzen oder bei denen mehrere Personen die TMR vorbereiten.
3. Hilft, die Ursache des Problems zu finden
Tauchen regelmäßig Metallteile am Magneten auf, ist das ein Warnsignal.
Das kann darauf hinweisen, dass:
- beim Öffnen der Ballen Fehler gemacht werden,
- ein Maschinenteil verschleißt,
- Arbeitsabläufe oder die Ordnung auf dem Betrieb verbessert werden sollten.
So lässt sich die Ursache beseitigen und nicht nur deren Folgen.
4. Nahezu wartungsfrei
Der Magnet benötigt weder Strom noch Kalibrierung oder aufwendige Wartung. Für eine dauerhaft hohe Wirksamkeit reicht eine regelmäßige Reinigung aus.
5. Ergänzt andere Sicherheitsmaßnahmen
Viele Betriebe verwenden bereits Magnete oder Metallabscheider in früheren Phasen der Futterbereitung. Ein Magnet am Austragsarm ergänzt diese Systeme optimal, da er genau dort arbeitet, wo das Futter den Futtermischwagen verlässt.
6. Mehr Sicherheit bei der Fütterung
Obwohl es sich um ein kleines Ausstattungsmerkmal handelt, trägt der Magnet wesentlich dazu bei, versteckte Risiken zu minimieren und sorgt für mehr Sicherheit im täglichen Fütterungsmanagement.
Bei vielen modernen Futtermischwagen ist der Magnet am Austragsarm als Sonderausstattung erhältlich. So kann jeder Betrieb die Maschine optimal an seine Anforderungen anpassen.
Welche Fremdkörper werden vom Magneten erfasst?
Der Magnet hält unter anderem fest:
- Draht,
- Nägel,
- Schrauben,
- Gewindeschrauben,
- Stahl- und Eisenspäne,
- kleine Metallfragmente.
Nicht erfasst werden:
- Kunststoff,
- Glas,
- Steine,
- Holz,
- Aluminium,
- bestimmte nicht magnetische Edelstähle.
Der Magnet sollte daher immer als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme und nicht als Ersatz für eine sorgfältige Futterhygiene betrachtet werden.
Warum ist der Magnet am Austrag besonders effektiv?
Während des Mischvorgangs bewegen sich Metallteile gemeinsam mit dem Futter. Beim Austragen fließt die gesamte TMR unmittelbar am Magneten vorbei, wodurch metallische Fremdkörper besonders zuverlässig erfasst werden.
Ein weiterer Vorteil ist die gute Zugänglichkeit, wodurch sich der Magnet schnell kontrollieren und reinigen lässt.
Wie oft sollte der Magnet gereinigt werden?
Die Reinigungsintervalle hängen davon ab, wie häufig Metallteile gefunden werden. Empfehlenswert sind folgende Richtwerte:
- täglich bei intensiver Nutzung,
- mehrmals pro Woche im normalen Betrieb,
- immer nach Maschinenreparaturen, beschädigten Paletten oder beim Wechsel der Futtercharge.
So reinigen Sie den Magneten richtig
- Schalten Sie den Futtermischwagen aus und sichern Sie ihn gegen unbeabsichtigtes Starten.
- Tragen Sie Schutzhandschuhe.
- Entfernen Sie alle Metallteile vom Magneten.
- Überlegen Sie, woher die gefundenen Gegenstände stammen könnten.
Es empfiehlt sich außerdem, alle gefundenen Metallteile in einem Behälter zu sammeln. Nach einigen Wochen lässt sich leicht erkennen, ob sich bestimmte Verunreinigungen wiederholen und wo deren Ursache liegt.
Wann lohnt sich ein Magnet für den Futtermischwagen?
Ein Magnet am Austragsarm ist besonders empfehlenswert, wenn:
- viele Rund- oder Quaderballen verwendet werden,
- mehrere Personen die TMR vorbereiten,
- auf dem Betrieb intensiv gearbeitet wird und Zeit eine wichtige Rolle spielt,
- bereits Metall im Futter gefunden wurde,
- Sie den Fütterungsprozess zusätzlich absichern möchten.
Wenn Sie einen neuen Futtermischwagen kaufen, empfiehlt es sich, den Magneten direkt als Sonderausstattung zu bestellen. Die werkseitige Montage gewährleistet die optimale Positionierung und vollständige Integration in die Maschine.
Häufig gestellte Fragen
Erfasst der Magnet Ballendraht?
Ja, sofern dieser aus Stahl oder einem anderen ferromagnetischen Material besteht. Die Wirksamkeit hängt von der Bauart des Magneten und dem Abstand zum Futterstrom ab.
Wie oft sollte der Magnet gereinigt werden?
Am besten täglich oder alle paar Tage. Angesammelte Metallteile verringern die Wirksamkeit des Magneten.
Beeinflusst der Magnet die Qualität der TMR-Mischung?
Nein. Der Magnet arbeitet ausschließlich beim Austragen des Futters und hat keinen Einfluss auf den Mischvorgang.
Magnet am Austragsarm oder im Mischbehälter?
Beide Lösungen ergänzen sich sinnvoll. Der Magnet am Austragsarm stellt die letzte Kontrollstufe unmittelbar vor der Fütterung dar.
Kann ein Magnet an einem älteren Futtermischwagen nachgerüstet werden?
In vielen Fällen ja. Die Möglichkeit hängt von der Konstruktion des jeweiligen Modells und den verfügbaren Montagepunkten ab.
Fazit
Ein Magnet am Austragsarm ist ein kleines Ausstattungsdetail mit großer Wirkung. Er hält metallische Fremdkörper zurück, bevor sie in den Futtertisch gelangen, hilft dabei, mögliche Problemquellen im Betrieb zu erkennen, und ergänzt andere Sicherheitsmaßnahmen bei der TMR-Vorbereitung.
Bei den ZAMET Futtermischwagen ist der Magnet am Austragsarm als Sonderausstattung erhältlich. So kann die Maschine bereits bei der Bestellung optimal an die Anforderungen des Betriebs angepasst werden. In vielen Fällen ist auch eine Nachrüstung bereits eingesetzter Maschinen möglich.

